Klangspiele

Komponiere deine eigene Waldsymphonie! Merkst du, wie unterschiedlich Holz klingen kann? Nicht nur abhängig von Größe und Form; auch jede Holzart hat ihren eigenen Klang. Allen gemeinsam aber ist der warme, natürliche Ton.Darum ist auch Holz der Werkstoff für unzählige Musik- instrumente. Der Klang einer Oboe, einer Violine oder einer spanischen Gitarre ist auch durch den besten Synthesizer oder Computer nicht zu kopieren.

Stapellauf

Eine beliebte Trimm-dich-Übung, die wir bei unseren jährlichen Waldjugendspielen oft einsetzen: "Schichte das Holz von einem Stapel in den anderen."
Hier mit einem zusätzlichen Lerneffekt:
Du hast etwa einen halben Raummeter Holz bewegt. Das hat dich circa 50 Kilokalorien gekostet. Mit dem Holz könnte man eine 3-Zimmer-Wohnung etwa einen Monat lang heizen. Es entspricht ca.100 Liter Heizöl. Dadurch können 150 kg des schädlichen CO² vermieden werden.

Genug der Theorie - zupacken!

"Waldgeschichte"

Das macht nicht nur der Pfad an dieser Stelle, auch die Waldgeschichte hier war ein ständiges Auf und Ab. Während vor 2000 Jahren unser Land fast vollständig bewaldet war, sah es im 18. Jahrhundert erbärmlich mit unseren Wäldern aus. Der meiste Wald war gerodet für Siedlungen, Ackerbau und den Brennholzbedarf der Bevölkerung, oder übernutzt durch Waldweide und Streunutzung.Erst ab dem 19. Jahrhundert setzte eine planmäßige und nachhaltige Forstwirtschaft ein und einige Gebiete wurden wieder aufgeforstet. Aber auch in den letzten 100 Jahren ging noch viel Wald verloren. Die Entwicklung des Waldes um Peine kannst du auf der Karte gut nachvollziehen.

"Das innere Gleichgewicht"

ist für den Menschen genauso wichtig wie in der Natur. Je ausgeglichener und ungestörter ein Ökosystem ist, desto stabiler ist es. Eingriffe von außen können ungeahnte Folgen haben. So wie auch du aus dem Gleichgewicht gerätst und abstürzt, wenn dich jemand schubst, während Du auf dem Holzstamm balancierst.Auch die C0²-Bilanz der Bäume im Wald ist ausgeglichen. Durch seine Atmung (Assimilation) entzieht der Baum der Atmosphäre das schädliche Kohlendioxid und produziert den lebenswichtigen Sauerstoff. Das C0² bleibt im Holz gespeichert. Solange der Baum lebt, aber auch noch, wenn du sein Holz für deine Möbel verwendest. Prima, nicht? Doch jetzt teste dein inneres Gleichgewicht. Viel Spaß!

"Große Sprünge"

 ...ja die möchte jeder gerne machen!

Aber im Vergleich mit den Tieren schneidet der Mensch eher bescheiden ab. Probier´s doch mal aus und schau nach, mit welchem Tier du es
aufnehmen kannst! Übrigens, solltest du es bis zum Ende der Sprunggrube schaffen, empfehlen wir eine Bewerbung bei den Olympischen Spielen!


"Kuck ma..."

welchen Wald hättest du denn gern? Den Kiefernwald links oder den Buchenbestand auf der rechten Seite? Die Geschmäcker sind verschieden.

Naturnäher ist allerdings der Buchenbestand. Ohne den Einfluss des Menschen ständen hier sehr wahrscheinlich auch Buchen. Diese hier sind vor etwa 75 Jahren gepflanzt worden, einige sind schon 140 Jahre alt.

Der Kiefernbestand ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch ungünstiger zu beurteilen, er ist artenärmer und das krumme, grobastige Holz wird von Sägewerkern wenig geschätzt









"Bodenbeläge"

So unterschiedlich wie der Waldbestand sein kann, ist auch der Waldboden. Hartes Gestein auf den Fahrwegen, weiche und federnde Nadelstreu, raschelndes Laub unter Eichen und Buchen, ....
Teste es selbst aus auf unserem kleinen Fußfühlpfad. Am besten mit geschlossenen Augen und barfuß.

Unter dieser Schicht geht es übrigens richtig spannend zu:
Auf einem Quadratmeter Waldboden leben durchschnittlich ca. 4,2 Millionen Tiere; dazu kommen Milliardenheere der Bakterien und Strahlenpilze, Algen, Einzeller, Bakteriophagen und andere Viren. Sie sind verantwortlich für die Zersetzung der Laubstreu, damit den Bäumen wieder wichtige Nährstoffe zur Verfügung stehen. Ein perfekter Kreislauf!
Aber jetzt lauf du erstmal los!

"Baum(tele)com"

Auch im Wald gibt´s prima Kommunikationsmöglichkeiten. Zum Beispiel ist Holz ein guter Schall-Leiter. So kann der Specht hoch oben in seiner Baumhöhle gut hören, wie sich 15 Meter unterhalb ein Wildschwein an der Borke scheuert ...
Probiert es zu zweit an diesem Baumstamm (der nicht zum Balancieren gedacht ist, dafür haben wir eine andere Station!) aus:
Einer hält sein Ohr an das eine Stammende, der andere kratzt nur ganz leicht mit seinem Fingernagel oder Hausschlüssel an der gegenüber liegenden Stammfläche.
Verblüffend, oder ?

"Waldglotze"

Nichts Vernünftiges im Fernsehen? Probier doch unser Programm mal aus!
Nimm auf dem Stuhl Platz und schau durch unseren Landschaftsrahmen.
Da gibt es wenig „Äktschen“, aber du wirst sehen, wie entspannend es ist, einfach in eine schöne Landschaft zu schauen.
Links am Horizont sieht man ein Stück vom Woltorfer Wald, eins der größten geschlossenen Waldgebiete im Landkreis, in der Mitte den Mühlenberg. Davor liegt das schöne "Wellenbruch" mit seinen offenen Wiesenflächen, von denen eine hier im Vordergrund aufgeforstet worden ist, um die magere Waldbilanz im Landkreis (nur 8,5 % Waldfläche) etwas aufzubessern.


"Totholz voller Leben"

„Warum liegt hier bloß dieser olle Baum noch rum?“
Weil abgestorbene Bäume, ob stehend oder liegend, einer Fülle von Lebewesen wertvollen Lebensraum bieten. Viele Insekten, Vogelarten, Pilze, Moose oder Flechten brauchen gerade totes Holz zum Leben.
Als Nahrung und/oder Wohnraum. So sucht z.B. der Specht absterbende Bäume, weil er dort leicht seine Höhle anlegen kann. Auch Fledermäuse benutzen gern Baumhöhlen als Unterschlupf. Weil früher der Wald oft allzu ordentlich und aufgeräumt war, stehen viele solcher Arten jetzt auf der roten Liste.

"Entdecke die Möglichkeiten"

Wellness pur auf unserem Waldbett! Einfach hinlegen und den Blick in die Baumkronen schweifen lassen. Und dazu dem Vogelgesang und dem Rauschen der Blätter lauschen.
- das entspannt ungemein -

Wir genießen dies mit...

480.000.000 Fadenwürmern
480.000 Milben
70.000 Springschwänzen
32.000 Schnecken
7.200 Regenwürmern
6.800 Tausendfüßlern
2.800 Asseln
...im Waldboden unter unserem Bett.

"Zeitreise"

Diese ca. 250 Jahre alte Eiche hat schon einiges mitgemacht.
Schiebe den Pfeil über die Jahresringe und lies im Fenster ab, was damals, als dieser Jahresring entstand, auf der Welt passiert ist.

"Fitness-Studio"

Tu was für deine Gesundheit und stemme ein paar Holzgewichte.
Merkst du, wie unterschiedlich schwer die Stücke sind?
Hier mal ein paar Holzgewichte zur Auswahl:

Buche     720 kg
Eiche      690 kg
Birke       650 kg
Ahorn      630 kg
Kiefer      520 kg

"In Reih und Glied"

... stehen diese jungen Eichen. Sie wurden vor ca. 15 Jahren gepflanzt, als starke Schneefälle die hier stehenden Kiefern umgedrückt hatten. Eine gute Gelegenheit, die richtige Baumart zu etablieren.
Angepflanzt wurden an dieser Stelle etwa 2000 junge Eichen. Diese hohe Zahl war erforderlich, um die Bäume zu einem schlanken Wachstum zu zwingen, denn gerade, möglichst astfreie Baumstämme sind das Ziel des Försters. Im 200 Jahren werden auf dieser Fläche nur noch 20 dicke Eichen stehen, alle anderen sind vorher abgestorben oder in Pflegeeingriffen entnommen worden.




Als weiteren Projektpartner konnten wir die Jägerschaft Peine für gemeinsame Umweltbildungsprojekte gewinnen.

Unsere Ziele:
- umweltbildend, sozial, ökologisch und erlebnisorientiert –

unter dieser Zielsetzung entstanden zwischen 2001 und 2003 in insgesamt 1000 Arbeitsstunden und einem Betrag von 3000 Euro Eigenleistung für Sachkosten 14 Stationen, die 2004 um drei weitere ergänzt wurden.

Die Schülerinnen und Schüler und alle an der Umwelt interessierten Personen erhalten die Möglichkeit


    * ökologische und ökonomische Zusammenhänge zu erfassen

    * sensibel für den Umgang mit der Natur zu werden

    * Verantwortungsbewusstsein für die Erhaltung der Umwelt

    * zu entwickeln und danach zu handeln mit allen Sinnen zu lernen




Unser Motto lautet deshalb:

"Ich höre, ich vergesse. Ich sehe und höre, ich erinnere mich. Ich sehe und höre und mache, ich verstehe."


Unsere Zielgruppen sind:



    * Kindergärten, Schulen, sonstige Bildungsträger

    * spontane Waldbesucher, Naturfreunde

    * Vereine, Organisationen (Altenkreise, Behinderteneinrichtungen,etc)



Nicht unsere Zielgruppen sind:


    * Fußfaule

    * Krachmacher

    * Vergnügungssüchtige

"Gut gebrüllt, LÖWE"

LÖWE = Langfristige, Ökologische WaldEntwicklung heißt das Programm der Niedersächsischen Forstverwaltung. Hier sind die Grundsätze moderner Forstwirtschaft unter Berücksichtigung aller Waldfunktionen festgelegt. Ein wesentliches Ziel ist die Gestaltung stabiler Mischbestände. Aus diesem Grund soll dieser ehemalige Kiefernreinbestand langsam umgebaut werden. Eine Reihe von Laubhölzern wie Eiche, Roteiche und Buche wurden bereits künstlich eingebracht, jetzt hilft uns die Natur mit Ebereschen,Birken und Bergahorn. So wird dieser Wald ertragreicher, widerstandsfähiger, vielfältiger und auch schöner, findet ihr nicht?

"Underground"

Im Boden liegt der Ursprung und die Grundlage allen Lebens im Walde. Hier verankern sich die Wurzeln der Bäume, nehmen Wasser und Nähr-stoffe auf. Viele Millionen Bodenlebewesen sorgen dafür, dass der Nährstoffkreislauf funktioniert. Für die Forstleute liefert solch ein Bodeneinschlag wertvolle Hinweise auf die Frage, welche Baumarten sich hier am wohlsten fühlen.

Steig hinab in den Untergrund und mach einen Schnellkurs als Bodenkundler, dann verstehst du, warum die Nadelbäume hier eigentlich fehl am Platze sind.

"Holzohr sei wachsam"

Komm in unseren Holztunnel und betätige die Taster an der Wand. Du musst schon sehr leise sein. Was kannst du hören? Die Auflösung gibt`s am Ende des Tunnels



"Kletter, kletter, Kläuschen..."

Dieses kleine Fachwerkhaus zum Klettern und Spielen ist aus vielen kleinen Spenden entstanden.

Auszubildende des Oskar-Kämmer-Bildungswerkes haben es für euch gebaut. Nochmals vielen Dank den Spendern und Erbauern!

Es hat einen Rauminhalt von circa 4,5 Kubikmetern.
Wäre es komplett mit Holz ausgefüllt, entspräche diese Holzmenge dem Holzzuwachs, der in Deutschlands Wäldern alle 2 Sekunden zuwächst!
Und nur zwei Drittel davon werden eingeschlagen.
Da kann man wirklich mit gutem Gewissen ein Holzhaus bauen!